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Verschwende nicht deine Zeit! Handy, Computer und andere Ablenkungsquellen sind heute allgegenwärtig. Viele von uns haben sich in diesen Ablenkungen schon komplett verloren und so ganze Tage oder Wochen verschwendet! Dabei ist es möglich, eine neue Sprache schon innerhalb kürzester Zeit zu erlernen. Einfache Gespräche in deiner Wunschsprache kannst du schon nach einigen Tagen führen – vorausgesetzt du strengst dich wirklich an und konzentrierst dich auf dein Ziel, so wie noch nie zuvor!

Hier nun die Besten Tipps, wie du das tun kannst.

Tipp 1: Fokus

Als allererstes musst du einen Fokus aufbauen – auf das, was du JETZT tust möchtest. Bevor du eine Sprache lernst, definiere für dich ganz klar, wofür du das tust. Im Grunde genommen gibt es nur vier mögliche Gründe:

  • Zwang (Schule)
  • Oberflächliches Interesse (weil du dich allgemein für Sprachen interessierst und eine neue kennenlernen möchtest)
  • Tieferes Interesse (abstraktes Interesse, weil du vorhast, z.B. das Land einmal für einen kürzeren Urlaub zu besuchen oder du es irgendwann mal länger besuchen möchtest, jedoch noch nichts Konkretes planst)
  • Konkretes Interesse (weil du das Land aus beruflichen oder familiären Gründen für lange Zeit besuchen wirst oder du dorthin auswandern wirst)

Ordne dich selbst in einer dieser vier Punkte ein. Damit baust du direkt Klarheit für dein Gehirn auf. Denn von der Motivation ausgehend, solltest du auch von Anfang an grob festlegen, mit welchen Mitteln du lernen wirst. Wenn du nur aus Zwang oder oberflächlichem Interesse heraus agierst, solltest du so viel wie möglich mit der 80/20 Regel agieren, also mit 20% des Zeiteinsatzes 80% des Ergebnisses erzielen.

Tipp 2: Lerne mit der 80/20 Regel und skaliere dann weiter

So gut wie jede Sprache hat ca. 300 bis 1000 Schlüsselworte, aus denen der absolute Großteil der normalen Kommunikation besteht. Versuche eine Liste dieser Worte im Internet zu finden und orientiere dich direkt an diesen.

Diese Liste sollten sofort dein Grundvokabular darstellen. Ich empfehle, dass du dir diese Wörter komplett beibringst und zu den Vokabeln nur die Konjugationen für die Präsenz-Form lernst. Damit baust du dir das elementare Grundgerüst für eine neue Sprache auf. Du bist bereits dann in der Lage, einfache Sätze zu verstehen und aus komplexeren Sätzen erste Zusammenhänge herzuleiten.

In vielen Sprachen kannst du dann auch aus dem jeweiligen Kontext herleiten, dass es sich bei einem Verb zum Beispiel um eine Vergangenheitsform handelt – Und zwar ohne dass du diese Form jemals erlernt hast. Klar: Du kannst selbst noch nicht in Vergangenheit oder Zukunftsform sprechen, aber du hast dir einen möglichst schnellen Zugang zu einer neuen Sprache verschaffen.

Wenn du den Grundwortschatz draufhast, solltest du nun Tipp 1 in Anwendung bringen. Wie du jetzt mit dem Lernvorgang weiter machst, hängt also von deinem Ziel ab:

  • Zwang: Du musst leider von Anfang an auch in die Tiefe lernen und nicht in die Breite. Das bedeutet, dass du auch weiterführende Grammatik wie Vergangenheitsformen, Zeichensetzung etc. recht früh lernen musst. Folge den weiteren Tipps (3-5) hier, damit du siehst, wie du das möglichst gut hinbekommst.
  • Oberflächliches Interesse: Lerne möglichst weit in die Breite. Nutze einfache Hörbücher zum Sprachen lernen. Diese erweitern dein Vokabular und du bekommst ein besseres Verständnis
  • Tieferes und konkretes Interesse: Hier lohnt es sich, nicht gleich zu sehr in die Breite zu lernen. Befasse dich zur Hälfte mit neuen Vokabeln (auch mittels Hörbücher) und zur anderen Hälfte mit Grammatik. Lerne vor allen Dingen die einfache Vergangenheitsform und die einfache Zukunftsform deiner Wunschsprache und sei in der Lage, deine bereits gelernten Vokabeln darin konjungieren zu können.

Tipp 3: Nutze Technik massiv

Lerne nicht mit Mitteln aus dem letzten Jahrhundert! Es ist gut und wichtig, ab und zu mal handschriftliche Notizen und einige Vokabelkarten zu erstellen. Aber arbeite größtenteils mit moderneren Methoden! Nutze Smartphone Vokabeltrainer und nutze auch Sprachtrainer fürs Smartphone und Webbrowser!

Sie kosten nur wenige Euro im Monat, aber sie haben mich viel schneller und viel effizienter zum Erfolg gebracht als klassische Karteikarten und Schmierblätter mit Grammatikregeln. Warum? Ganz einfach: Gute Apps fordern dich und fragen immer wieder automatisiert die Dinge ab, bei denen du zuvor schlecht warst (z.B. bei Vokabeltests oder Grammatikregeln). Du kannst dich nicht mehr selbst betrügen.

Zweiter Vorteil: Im Smartphone Zeitalter hast du diese Apps immer zur Hand. Du musst keine Heftchen und Karteikarten mitschleppen und kannst immer lernen, auch in Pausen.

Neben Lern-Apps solltest du auch bei YouTube zwei Kanäle in deiner Wunschsprache abonnieren und diese 3x wöchentlich schauen. Am besten eignet sich ein Kanal, der dezidiert fürs Lernen gemacht ist (also mit Lektionen in der Zielsprache) UND noch ein Kanal in der Zielsprache, der aber kein Lernkanal, sondern ein Entertainment- oder Nachrichtenkanal ist. Abonniere hier einfach einen Kanal aus deinen Interessensgebieten, bei dem du dich fachlich schon gut auskennst und somit schnell erfassen kannst, über was gerade geredet wird.

Tipp 4: Timing und Vorbereitung

Lerne in 45 Minuten-Intervallen und anschließend mit einer halbstündigen Pause. Danach kannst du eine weitere Lerneinheit dranhängen.

Nach einigen Monaten solltest du dich steigern: Lerne 60 Minuten am Stück und mache nur 20 Minuten Pause.

Tipp 5: Spreche die Zielsprache möglichst früh

Du solltest spätestens nach wenigen Wochen damit beginnen, die Sprache regelmäßig zu sprechen. In der Schule wird man zwar hin- und wieder dazu gezwungen (man wird aufgerufen), jedoch wird man viel zu selten aufgerufen, als dass dies einen echten Lern-Effekt hätte. Du solltest mindestens eine fünfminütige Konversation führen. Dazu kannst du folgendes machen:

  • Reise in das Land, in dem die Sprache gesprochen wird.
  • Geh in ein VHS Kurs oder einen echten Sprachkurs: Dort wird mehr Fokus auf das direkte Sprechen gelegt.
  • Nutze wieder Technik:
    • Es gibt Smartphone Apps, welche dich mit Lernenden aus der ganzen Welt verbinden. Du kannst dich hier mit anderen Sprachpartnern verbinden, die deine Sprache lernen möchten, während du die Sprache des Gegenübers lernen wirst. Ihr ergänzt euch also gegenseitig und die Kommunikation erfolgt per Chat und Videotelefonie
    • Suche bei Google und Facebook nach Language Exchange Gruppen. Jede größere Stadt hat diese (es gibt verschiedene Betreiber). In diesen gibt es Termine, bei denen man sich regelmäßig und quasi kostenlos mit gleichgesinnten Treffen kann um Sprachen zu üben.

Fazit

Alle Tipps habe ich für meine eigenen Sprachlern-Phasen angewandt und wirklich intensiv getestet. Ich konnte so sehr schnell Spanisch lernen – und mich auch vor Ort täglich weiterbilden. Ich wünsche dir auch viel Erfolg mit den Tipps. Wenn du mehr über das Thema Konzentration steigern erfahren möchtest, schaue gerne auch auf meinem Blog vitamin3.de vorbei!

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