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Ob im Finanzwesen, der Medizin oder der Gastronomie – moderne Technologien finden sich heutzutage überall und werden zukünftig in zahlreichen weiteren Bereichen unseres Lebens eingesetzt. Selbstverständlich finden sie auch in der Schule Anklang. Smarte Lehrmaterialien beeinflussen ganz entscheidend, wie wir in den kommenden Jahren Sprachen lernen werden. Wird Sprachschülern beispielsweise aktuell dazu geraten, sich Filme in der zu lernenden Sprache anzusehen, ist diese wie viele andere Methoden in ein paar Jahren wahrscheinlich längst überholt. Doch wie genau kann uns innovative Technik bei der Aneignung von Fremdsprachenkenntnissen helfen?

Vokabeln lernen wird vielseitiger

Wie aus der interaktiven Infografik von RS Components hervorgeht, kann schon bald nahezu jedes klassische Utensil des herkömmlichen Schulunterrichts durch ein modernes Gerät ersetzt werden. Wer eine neue Sprache erlernen möchte, profitiert dabei vor allem von mehr Abwechslung und Spaß. Auf blitzschnellen Tablets und anderen mobilen Endgeräten lassen sich schon heute praktische, multifunktionale Apps herunterladen – diese vermitteln Vokabeln und Grammatik sowohl visuell, in Form von Text oder Bildern als auch über Audio und Videos. Hören, wie ein schwieriges Wort ausgesprochen wird oder einer ganzen, landestypischen Szene audiovisuell folgen, sind dabei nur zwei der zahlreichen Möglichkeiten. Mit den mobilen Endgeräten werden Sprachschüler jedes Lerntyps angesprochen und können sich Wissen gemäß ihren Fähigkeiten aneignen. Vor allem das einseitige Auswendiglernen diverser Vokabeln rückt dadurch in den Hintergrund.

Von überall aus auf Lerninhalte zugreifen

Da all diese modernen Geräte über die Option verfügen Lerninhalte mittels Cloud abzuspeichern, kann auf multiple Weisen auf die jeweiligen Dokumente zugegriffen werden. Dadurch sind Sprachschüler nicht mehr darauf angewiesen, ihre Notizen überall hin mitzunehmen, wenn sie lernen wollen, sondern können dies mit dem richtigen Gerät in jeder verfügbaren Situation und von jedem Ort aus machen. Aufkommende Pausen im Tagesablauf können dadurch sinnvoll genutzt werden, indem beispielsweise Audiolektionen auf dem Weg in die Arbeit oder zur Schule wiederholt werden.

Virtual Reality führt in ferne Länder

Wem das Ansehen eines Videos zu passiv ist, der findet sicher Gefallen an Virtual Reality. Viele Sprachenschüler trauen sich nicht, die bereits erworbenen Sprachenkenntnisse im Alltag einzusetzen. Hier setzen erste Apps für Virtual-Reality-Brillen an, die lebensnahe Situationen – etwa im Land der zu erlernenden Sprache – abbilden. Dadurch wird nicht nur die Sprache nähergebracht, sondern etwa auch die Kultur des entsprechenden Landes.

Noch ist diese Technik im Bereich des Sprachenlernens nicht sehr stark ausgeprägt, da die Technologien derzeit zu teuer sind. Doch in den letzten Jahren wurde verstärkt versucht, Virtual Reality mit dem Smartphone zu verbinden und diese technischen Möglichkeiten dadurch weiter in der Mitte der Gesellschaft zu verbreiten. Perspektivisch bildet dies die Option, kostengünstig Sprachsoftware in diesem Bereich anzubieten. Nicht nur wie bisher als App auf dem Smartphone, sondern in Verbindung mit den audiovisuellen Möglichkeiten der VR-Technologien.

Spaß und Lernen verbinden mittels Spieletechnologien

Videospiele sowie weitere virtuelle Spiele finden in unserer Gesellschaft einen großen Anklang. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Spieleentwickler mittlerweile auf sogenannte Lernspiele setzen. Mithilfe dieser werden Sprachschülern Lerninhalte spielerisch nähergebracht. Diese Methoden sind keineswegs neu – PC-Spiele, die bestimmte Schulfächer abfragen, gibt es bereits seit Jahren. Lediglich die Möglichkeiten haben sich verändert. Mithilfe der Videokonsole lassen sich Rollenspiele weltweit realisieren, so findet sich schnell ein Tandempartner, mit dem eine regelmäßige Kommunikation in der zu erlernenden Sprache möglich ist.

Auch Spiele, in denen eine Spracherkennung integriert ist, fordern Schüler auf ganz neue Art und Weise. Denn hier wird die gelernte Sprache nicht nur geschrieben wiedergegeben, sondern kann gleich laut geübt werden. Dadurch sinkt die Hemmschwelle die neuen Sprachfähigkeiten in der realen Welt auszuprobieren und Aussprache sowie Sprechweise können in ihren Anfängen korrigiert werden.

Das Erlernen erfolgt auf spielerische Art, sodass Nutzer nicht mehr unbedingt das Gefühl haben, zu lernen, sondern eher fast nebenbei neue Sprachkenntnisse erlangen.

Ein Ausblick: Wird das Erlernen von Sprachen in Zukunft überflüssig?

Mit all diesen neuen Technologien und Möglichkeiten vervielfältigen sich nicht nur die Weisen auf denen Sprachen erlernt werden, sondern auch die Programme, die Sprache übersetzen. Durch künstliche Intelligenzen und smarte Algorithmen verbessern sich die Übersetzungen von Sprachsoftwares stetig. Fast schon zeitgleich ist es manchen Programmen möglich, Worte in eine andere Sprache zu übertragen. Dies geschieht nicht nur im geschriebenen Kontext, sondern mittlerweile auch im gesprochenen Bereich.

Da stellt sich die Frage, inwiefern es überhaupt nötig ist, neue Sprachen zu lernen?
Die Antwort darauf ist ganz klar: Diese Programme sollen das Sprachenlernen nicht ersetzen, sondern nur als eine Art zwischenmenschlicher Vermittler die Kommunikation erleichtern. Denn was Maschinen nicht erkennen können, sind beispielsweise Humor oder gewisse Betonungen. In einem persönlichen Gespräch ohne digitale Hilfsmittel werden ganz andere Botschaften vermittelt, als bei der statischen Übersetzung eines Sprachprogrammes. Deswegen lohnt es sich auch heutzutage noch, so viele Sprachen wie möglich zu erlernen. Denn das stärkt die zwischenmenschlichen Beziehungen sowie das Verständnis weltweit.

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