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Es werden heute weltweit mehr als 6500 Sprachen gesprochen, manche von sehr kleinen, andere von riesigen, über den ganzen Erdball verteilten Sprachgemeinschaften. Bei dieser Vielzahl und Verschiedenheit der Sprachen stellt sich eine Frage: Was ist wohl die einfachste Sprache der Welt?

Die Schwierigkeiten einer Sprache

Um zu wissen, was einfach ist, musst du erst einmal erkennen, worin eigentlich die Schwierigkeiten liegen, wenn du eine Sprache erlernen willst: Neue Schriftzeichen, neue Vokabeln, neue Aussprache, andere Grammatik mit Fällen, Zeitformen und Satzbau. Das alles fällt dem Einen leichter, dem Anderen schwerer, aber vielleicht gibt es ja doch einen Anwärter auf unseren Titel.

Die Schriftzeichen

Für das Erlernen einiger Sprachen kommst du mit dem dir bekannten lateinischen Alphabet nicht mehr weiter. Andere wichtige Zeichensysteme sind beispielsweise das kyrillische, das arabische oder das chinesische.

Die chinesischen Sprachgruppen kennen mehr als 100.000 Schriftzeichen, die sogar für ganze Wörter stehen können, die man aber natürlich nicht alle kennen muss, um die Sprache zu verstehen. Dennoch ist es immer eine besondere Anforderung an den Lerner, neue Zeichen lesen und schreiben zu können. Alle Sprachen, die auf dem lateinischen Alphabet aufbauen, sind diesbezüglich also deutlich einfacher.

Die Vokabeln

Mit dem Wissen von rund 500 Wörtern kannst du in einer anderen Sprache schon bestens im alltäglichen Umgang mit anderen Menschen klarkommen. Um anspruchsvollere Texte zu verstehen, ist allerdings ein größerer Wortschatz nötig. Überdurchschnittlich gute Sprecher einer Sprachgemeinschaft kennen und nutzen zwischen 5.000 und 10.000 Wörter.

English hat einen Gesamtwortschatz von weit über 600.000 Wörtern. Lernfreundlicher in dieser Hinsicht ist da das Französische mit weniger als einem Drittel davon.

Die Richtige Aussprache

Eine Schwierigkeit beim Sprachenlernen besteht darin, dass anders gesprochen als geschrieben wird, wie z.B. im Französischen. Das Spanische hingegen ist ein gutes Beispiel für einfache Ausspracheregelung, da es nur sehr wenige Ausnahmen gibt.

Die Grammatik

Sicher weißt du, was es heißt, sich mit Grammatik abzuplagen, doch diese ist unumgänglich, willst du eine Sprache richtig beherrschen. Dazu gehören vor allem Fälle (Deklination), sowie Person- und Zeitformen (Konjugation). Auch hier unterscheiden sich die Sprachen sehr stark, während das Deutsche vier, das Lateinische fünf und das Russische sogar sechs Fälle braucht, kommt das Englische ganz ohne aus.

Auf dem Siegertreppchen für beste Konjugations- und Deklinationsfreundlichkeit steht also Englisch.

Fazit

Jede Sprache hat ihre eigenen Herausforderungen und welche Sprache für dich am einfachsten erscheint, entscheidet, was du für ein Lerntyp bist.

Künstliche Sprachen versuchen alle oben benannten Schwierigkeiten logisch einzugrenzen. Die bekannteste Plansprache ist Esperanto. Die meisten Sprecher benötigten nur wenige Wochen, um sie zu erlernen, Tolstoi soll es sogar in nur vier Stunden geschafft haben.

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Showing 2 comments
  • Anonymous
    Antworten

    Was ist jetzt die leichterste Sprach der Welt

  • Louis v. Wunsch-Rolshoven
    Antworten

    Die leichteste Sprache ist wohl Esperanto. Es mag andere geplante Sprachen geben, die ähnlich leicht sind – aber die werden nur von sehr wenigen Leuten gesprochen. Esperanto hat eine funktionierende Sprachgemeinschaft von ein paar hunderttausend Menschen; ein paar Millionen dürften Esperanto gelernt haben.

    Die meisten berichten, dass sie für Esperanto etwa ein Drittel der Zeit gebraucht haben wie für andere Sprachen oder noch weniger. Ich z.B. habe parallel Italienisch und Esperanto gelernt. Nach einem Semester war ich besser in Esperanto, obwohl ich sechs Stunden wöchentlich Italienisch hatte und nur eine Esperanto; ich habe zusätzlich nach kurzer Zeit noch Esperanto-Konversationsabende besucht, einmal monatlich, und wohl zuhause allein mehr Esperanto gelernt; die Stundenzahlen habe ich mir damals aufgeschrieben, weil ich neugierig war, ob die Behauptung stimmt (so etwa 25 Stunden Esperanto zu 80 Stunden Italienisch).

    Immer, wenn ich Esperanto unterrichte, sehe ich, dass das schnelle Erlernen auch für andere Menschen gilt – und sie bestätigen das auch. Etwa zwei Drittel der Esperanto-Lerner haben nach höchstens 30 Stunden Esperanto angefangen, Esperanto außerhalb des Kurses zu benutzen. (Facebook-Umfrage; Link bei FB, Lu Wunsch-Rolshoven, Notes)

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