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Ich backe mir meinen Übersetzer, welche Zutaten benötige ich?

Die Grundvorraussetzung ist jedem bewusst, man sucht einen Beherrscher von mindestens zwei Sprachen. Der gesuchte Übersetzer muss sich in dem speziellen Sektor der Übersetzung auskennen. Ob wirtschaftlicher, naturwissenschaftlicher Text, Kinderbuch oder Bedienungsanleitung, mit dem falschen Übersetzer kann der Inhalt zwar sprachlich korrekt transferiert werden, jedoch unverständlich bei der entsprechenden Zielgruppe ankommen.

Die Sprache ist unser Hauptkommunikationsmittel, speziell in kulturübergreifender Kommunikation, hier fehlt das sozialisierte Verständnis für Gesten und Konventionen. Gerade deshalb ist es sinnvoll für die Übersetzung einen Übersetzer zu finden, dessen Muttersprache die Sprache des Zieltextes ist.

Die kleinen Kniffe des Übersetzens bei anderen Kulturen

Ein guter Übersetzer sollte auch über die Sprache hinaus denken können. Ein simples Beispiel sind Sprachen, die von rechts nach links geschrieben werden, selbstverständlich muss visuelle Kommunikation in diesem Fall auch der Vorprägung der Wahrnehmungsstrukturen in den jeweiligen Zielgruppen angepasst sein. Das bedeutet evt. das eigene Logo in die rechte obere Ecke zu verlegen usw.

Es lassen sich jedoch auch weniger offensichtliche kulturelle Herausforderungen finden. Die französische Sprache ist wesentlich metaphorischer aufgebaut als die deutsche. Möchte man den Denkstrukturen der französischen Zielgruppe entsprechen, muss die Art der sprachlichen Vermittlung dementsprechend angepasst sein. Im arabischen Raum gehört es zum freundlichen Ton das Gespräch in religiöse Floskeln und Redewendungen einzubetten. Möchte man der arabischen Zielgruppe ein vertrautes und sicheres Gefühl vermitteln, darf man diese Konvention nicht missachten.

Diese Beispiele lassen sich endlos weiterführen und auf die unterschiedlichen Arten von Humor, Wahrnehmung von Farbgebungen, Ästhetik, die Eigenwahrnehmung in der Welt und damit die Art sich selber sehen zu wollen und zu präsentieren, ausweiten.

Dein Übersetzer als „Kulturmanager“

Wenn du den richtigen Übersetzer suchst, ist dieser der richtige Ansprechpartner für kulturelle Fragen bezüglich deines Marketings und transferiert nicht nur Wörter in der syntaktisch korrekten Konstellation. Wenn du jemanden findest, der Feingefühl für die Region deiner Zielgruppe besitzt, hast du auch den richtigen Ansprechpartner für Fragen des Designs sowie der Kommunikation über Bilder.

Und natürlich bedeutet das wiederum, dass ein falscher platzierter Übersetzer – mit fehlendem Gespür für die Kultur – mit einer unachtsamen Übersetzung deine Zielgruppe verschrecken oder sogar beleidigen kann.

Die Suche nach dem richtigen Übersetzer

Wenn man es sich einfach machen möchte, sucht man ein passendes Übersetzungsbüro aus. Man hat die Garantie, dass die geplante Zeit eingehalten wird und unter Umständen der eigene Text, falls er nicht zur Zufriedenheit wäre, kostenlos überarbeitet wird. Dabei ist der finanzielle Aufwand höher, die zeitliche Beschäftigung mit dem Arbeitsgebiet geringer.

Wenn man einen spezifischen und kostengünstigen Übersetzer sucht, sollte man sich die Zeit nehmen, um das Netz nach passenden Freelancern zu durchsuchen. Das ist mittlerweile, vor allem bei jungen Unternehmen, die gängige Methode. Outsourcing ist das Schlagwort. Je nach Größe und Besonderheit der Übersetzung lohnen sich unterschiedliche Lösungen.

Die Zwischenlösung sind Projektplattformen (siehe z.B. twago.de), auf denen Freelancer Profile erstellen können, welche potentielle Auftraggeber nach Spezialgebiet, Referenzen und Bewertungen vergangener Auftraggeber selektieren können. Der vorteilhafte private Kontakt bleibt, der zeitliche Aufwand ist sicher höher, als die Arbeit einfach an ein Büro abzugeben. Einen Übersetzer über eine Plattform zu suchen, ist wesentlich übersichtlicher, weniger nervenaufreibend und bietet mehr Sicherheit, als sich auf eigene Faust durch Google zu kämpfen. Preislich liegt diese Lösung zwischen einem Freelancer und Übersetzungsbüro.

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