GlühbirneBeim Erlernen einer neuen Sprache spielen die Vokabel eine bedeutende Rolle. Es wird dir schwer fallen erst die Aussprache zu lernen wenn du noch keine Wörter beherrscht – klingt logisch, oder? Vokabel lernen ist also essentiell. Doch verwendest du immer noch ein Vokabelheft oder die Tabelle aus deinem Lehrbuch zum Vokabellernen? Wenn ja, dann wird es höchste Zeit für einen Strategiewechsel, denn andere Methoden haben sich schon lange als viel effektiver herausgestellt.

Ein großes Problem beim Vokabelheft ist, dass ein Haufen Vokabeln auf einer Seite stehen. Beherrschst du bereits den Großteil der Wörter, verschwendest du kostbare Lernzeit beim Überfliegen der Vokabeln und übersiehst eventuell auch die, die du noch nicht so gut kannst. Außerdem merkst du dir häufig unterbewusst die Position im Heft und welche Wörter davor und danach stehen, sinnlose Informationen die dich eventuell in der eigentlichen Anwendung hindern.

Effizient wiederholen: Karteikasten macht’s möglich

Karteikasten Vokabel

Karteikasten

Das Karteikastensystem ist eine der effektivsten Methoden und leider immer noch verhältnismäßig unbekannt, wenn man berücksichtigt, dass es bereit in den 70er Jahren erfunden wurde. Das Prinzip ist einfach: Du beschreibst die Vorder- und die Rückseite der Karteikarte mit der Vokabel. Der Karteikasten besteht aus mehreren Fächern. Täglich gehst du die Karteikarten im ersten Fach durch. Wenn du eine Vokabel korrekt wiedergeben kannst, steckst du diese Karte in das zweite Fach.
Die Vokabeln im zweiten Fach werden einmal pro Woche überprüft. Ist die Überprüfung korrekt, wandert die Karte in das dritte Fach, hast du die Vokabel vergessen, landet die Karteikarte wieder im ersten Fach. Die Vokabeln im dritten Fach werden alle zwei Wochen wiederholt. Die Abstände kannst du so anpassen, wie es dir angenehm ist. Generell gilt: desto höher das Fach, umso seltener werden die Karten wiederholt und wenn du ein Wort vergessen hast, wandert die Karte immer zurück ins erste Fach.
Auf diese Weise erhält jedes Vokabel die benötigte Aufmerksamkeit: schwierige Wörter werden häufig wiederholt und leichte recht schnell aussortiert.

Karteikarten bekommst du im Papierhandel oder kannst sie hier in allen möglichen Größen und Farben online bestellen. Wenn dir das Beschreiben der Karten zu mühsam ist, gibt es auch die Möglichkeit vorgefertigte Boxen mit Lernkarten zu kaufen. Beispielsweise von PONS, „Englisch in 4 Wochen“ umfasst 800 Karten.

Online Vokabeln lernen

Auch das Internet bietet dir einige Erleichterungen beim Vokabellernen. Online Vokabeltrainer gibt es wie Sand am Meer und um den richtigen zu finden wirst du ums Ausprobieren nicht herum kommen. Über einige kannst du dir auf unserer Seite ein Bild machen: Vokker bietet beispielsweise eine große Anzahl an von der Community erstellten Kartensätzen, CoboCards erlaubt umfangreiche Karteikarten mit Bildern und hat Kartensätze zu den verschiedensten Themen im Angebot und dict.cc ist eigentlich ein Online-Wörterbuch, beinhaltet aber einen intelligenten Vokabeltrainer, der sich ohne viel Aufwand mit den zuvor im Wörterbuch gesuchten Vokabeln füllen lässt.

Auch die Lernplattform Babbel hat einen Vokabeltrainer mit vorgefertigtem Grundwortschatz integriert. Dabei gibt es zu jedem Wort ein Bild und einen intelligenten Wiederhol-Manager, der dich die Vokabel abfragt, die du schon lange nicht gelernt hast oder beim letzten Mal nicht wusstest.

Fazit

Wenn du bisher noch nichts von Karteikarten oder Vokabeltrainern gehört hast, schaue dir unbedingt eine der oben genannten Lernmethoden genauer an. Du wirst merken, wenn du dich mal umgestellt hast, wirst du im Vergleich zu vorher viel effizienter und effektiver lernen und mit der gewonnen Zeit kannst du etwas Erfreulicheres als Vokabellernen machen 😉

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Comments
  • Gabriel
    Antworten

    Vokabeln lernen mit Karteikarten ist so viel effektiver. Vor allem finde ich es sehr schön, dass Lernen ganz einfach zwischendurch geht. Auf dem Weg, im Zug oder beim Warten. Vor allem in Kombination mit Eselsbrücken merke ich mir Vokabeln so blitzschnell. Ich glaube aber auch, dass viele Leute einfach keine Lust haben sich die Vokabeln noch auf Karteikarten zu schreiben. Was natürlich sehr schade ist, da es so viel mehr effizienter ist.

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