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Viele Leute haben Probleme beim Vokabel lernen. Wenn auch du zu dieser Sorte Menschen gehörst, hast du möglicherweise einfach noch nicht die Methode gefunden, die zu dir persönlich am besten passt. Wir stellen dir hier fünf Tipps vor, mit denen du dein Vokabeltrainings unter Umständen verbessern kannst und effektiver lernen.

Karteikartensystem

Das Karteikartensystem ist eine der effektivsten Methoden und leider immer noch verhältnismäßig unbekannt. Das Prinzip ist einfach: Du beschreibst die Vorder- und die Rückseite der Karteikarte mit der Vokabel. Der Karteikasten besteht aus mehreren Fächern. Täglich gehst du die Karteikarten im ersten Fach durch. Wenn du eine Vokabel korrekt wiedergeben kannst, steckst du diese Karte in das zweite Fach.

Die Vokabeln im zweiten Fach werden einmal pro Woche überprüft. Ist die Überprüfung korrekt, wandert die Karte in das dritte Fach, hast du die Vokabel vergessen, landet die Karteikarte wieder im ersten Fach. Die Vokabeln im dritten Fach werden alle zwei Wochen wiederholt. Natürlich kannst du die Abstände so anpassen, wie sie für dich am meisten Sinn ergeben.

Vokabeltrainer

Die Karten musst du aber nicht unbedingt selbst auf Papier schreiben, es gibt zahlreiche online Vokabeltrainer die du zum Lernen verwenden kannst. So kannst du dir viel Aufwand sparen und gleichzeitig effizienter lernen. Persönlich habe ich gute Erfahrungen mit dict.cc und CoboCards machen können.

Wenn dir das Schreiben zu mühsam ist, du aber doch lieber echte Papier-Karten in der Hand hältst, gibt es auch vorgedruckte Karten die einen gewissen Wortschatz abdecken. Die sind natürlich nicht individuell auf dich abgestimmt, dafür aber garantiert richtig und oft mit Beispielsätzen und Lautsprache.

Blickfänge in der Wohnung

Aus den Augen – aus dem Sinn? Hier kannst du ganz leicht Abhilfe schaffen. Wenn du überall in der Wohnung Erinnerungszettel verteilst, stößt du immer wieder automatisch auf deine Vokabeln. Dabei ist es völlig dir überlassen ob du besser mit kleinen Post-Its an der Sockenschublade oder mit großen Plakaten im Flur zurecht. Ein weiterer Vorteil: Durch die Bewegung beim lernen wird dein Hirn zusätzlich angeregt.

Gemeinsam lernen

Mit einem Partner zu lernen macht nicht nur mehr Spaß, die Vokabeln bleiben auch besser hängen. Das liegt zum einen an der Verknüpfung, die das Hirn aufbaut. Das Vokabel lernen wird mit Freude und Geselligkeit verbunden und deshalb positiv besetzt. Abgesehen davon können speziell schwierige Vokabeln besser behalten werden, da man sich über diese oft besonders intensiv austauscht.

Verschiedene Möglichkeiten, wie du einen solchen Tandem-Sprachpartner finden kannst, erfährst du hier.

Aufnehmen – Anhören/Ansehen

Dich selbst dabei aufzunehmen, wie du die Vokabeln aufsagst, hilft auf mehreren Ebenen. Zuerst einmal sprichst du die Vokabeln aus. Die Verbalisierung regt andere Hirnregionen an als das reine Lesen. Durch das Anhören/Ansehen deiner Aufnahme kommt dann das Auditive (und Visuelle) hinzu. Merke: Je mehr Reize beim Lernen angesprochen und benutzt werden, desto größer ist die Chance, dass die Vokabeln in dein Gedächtnis übergehen. Fortgeschrittene können auch ihren Lieblingsfilm oder -serie in der Fremdsprache schauen.

Eselsbrücken

Eselsbrücken sind ein Uralt-Trick; aber was alt ist, ist nicht automatisch schlecht. Im Gegenteil, Eselsbrücken können helfen, sich besonders kniffelige Vokabeln besser zu merken. Aber aufgepasst: Eselsbrücken sollten für dich immer eindeutig sein, sonst kann es schnell zu Verwechslungen kommen. Mehr Informationen zu Merksprüchen und Eselsbrücken sowie Beispiele und Tipps findest du in diesem Artikel.

Fazit

Nicht jede Methode funktioniert bei jedem gleich gut. Du musst für dich herausfinden, womit du am besten zurecht kommst. Keiner der Tricks steht für sich alleine, du kannst sie also kombinieren. Wichtig ist jedoch bei allen: Wiederholung. Wer Vokabeln dauerhaft behalten will, muss am Ball bleiben.

Weitere Tipps zum Vokabellernen findest du auch in dem etwas älteren Artikel „Gute Tipps zum effektiven Vokabellernen“.

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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